50.000 Jahre Leben in Salzgitter – Von Neandertalern, Steinzeitbauern und Germanen
Im Mittelpunkt steht die Ausgrabung der altsteinzeitlichen Jagdstation von Salzgitter-Lebenstedt. Dort gingen Neandertaler vor 50.000 Jahren im eiszeitlichen Klima auf die Jagd nach Rentieren. Unter Tausenden von Feuersteinartefakten sowie Knochen eiszeitlicher Tiere wurden auch Schädelknochen eines Menschen gefunden. Ein Ausschnitt der Grabungsstelle ist als Original-Abguss zu sehen und ein großes Wandbild zeigt eine Rekonstruktion der Landschaft in Salzgitter während der letzten Eiszeit. Weitere Informationen gelten ausgewählten Themen aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Vorrömischen Eisenzeit.
Römische Kaiserzeit
In der Römischen Kaiserzeit (1. – 4. Jh.) war die Region dichter besiedelt. Germanen lebten in kleinen Weilern. Sie lebten von der Landwirtschaft, töpferten Gefäße, stellten Garn her und webten Stoffe. In Salzgitter-Lobmachtersen wurde eine germanische Siedlung aus dieser Zeit ausgegraben. Anhand der Funde konnte dort die Arbeit eines Knochenschnitzers nachgewiesen werden. Ein Film sowie eine lebensechte Installation erklärt die Herstellung eines Dreilagenkammes aus Hirschgeweih. In der Siedlung wurden auch römische Objekte gefunden. Sensationell war aber die Entdeckung eines Rennfeuerofens, der belegt, dass schon vor fast 2000 Jahren in Salzgitter aus Erz Stahl produziert wurde.